Freiwillige FeuerwehrNordheim

Navigation

Das Alltagsleben ist ohne die Feuerwehren unvorstellbar

Sonntag, 26.03.2017von Volker Lang, Pressesprecher KFV Heilbronn

Landrat Detlef Piepenburg konnte wieder zahlreiche Ehrengäste zur Dienstversammlung der Feuerwehren im Bürgerzentrum Brackenheimer willkommen heißen. Er hob insbesondere die enge und reibungslose Zusammenarbeit zwischen allen Hilfsorganisationen und der Polizei heraus. Insbesondere die Unwetter mit ihren vielen Einsätzen haben die Einsatzkräfte überproportional stark gefordert. „Das Alltagsleben ist ohne die Feuerwehren unvorstellbar“, so Piepenburg.

Brackenheims stellvertretender Bürgermeister Helmut Kayser stellte in seinen Grußworten das Verantwortungsbewusstsein und den Bürgersinn der Feuerwehrangehörigen heraus.

Mit Zahlen blickte Kreisbrandmeister Uwe Vogel auf das vergangene Jahr zurück. Dabei haben die Unwetter des vergangenen Jahres die Einsatzzahlen deutlich nach oben verschoben. Die Zahl der Brände ist weiter gesunken. Insbesondere durch die ständige Weiterentwicklung der Alarm- und Ausrückordnung können Brände früher und effektiver bekämpft werden.

Die A6 wird ein Dauerbrenner bleiben. Die Großbaustelle am Weinsberger Kreuz ist zwar abgeschlossen. Der anstehende Ausbau zwischen dem Kreuz Walldorf und dem Kreuz Weinsberg sowie der Neubau der Neckartalbrücke werden in den nächsten Jahren zu keiner Entspannung der Situation führen.

Voraussichtlich im April werden die beiden neuen Gerätewagen Gefahrgut ausgeliefert, die zwei betagte Fahrzeuge ersetzen werden. Die Maßnahmen zur Ersatzbeschaffung des Einsatzleitwagen ELW 2 sind angelaufen.

Die Entwicklung im Personalbereich ist nach wie vor sehr erfreulich und ist weiterhin auf einem stabilen hohen Niveau. Ein dickes Lob von Vogel gilt der starken Nachwuchsarbeit in den Jugendfeuerwehren, aber auch der Anteil der Frauen hat wieder zugenommen.

Auch die inzwischen sieben Werkfeuerwehren, neu hinzugekommen ist die Werkfeuerwehr Söhner in Schwaigern, mit ihren jeweiligen betriebsspezifischen Kenntnissen sind im Gesamtgefüge unerlässlich.

Der Umbau in der Integrierten Leistelle ist abgeschlossen. Die Anzahl der Arbeitsplätze wurde von 7 auf 10 erweitert. Ebenso wurden die Anzahl der Ausnahme-Annahmeplätze von 5 auf 7 erhöht. 2016 wurden insgesamt 111.348 Einsätze disponiert und dabei 318.042 Telefonate geführt. Dabei sind insbesondere die 49 Telefonreanimationen herauszustellen. Als nächsten stehen der Austausch der Rechnertechnik und des Leitsystems an.

Von 33 Anträgen auf Landesförderung von Beschaffungen konnten 10 bewilligt werden. Dabei handelt es sich um 4 Baumaßnahmen und 6 Fahrzeugbeschaffungen mit Gesamtkosten in Höhe von 8,27 Mio. Euro.

Auch der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Reinhold Gall MdL, forderte die Wehren auf weiterhin selbstbewusst deutlich zu machen, welchen Wert das Tun und Handeln der Feuerwehren für die Allgemeinheit hat.

Den Kommunen und dem Landkreis dankte er die Unterstützung. Er mahnte die Wehren aber auch, bei anstehende Investition darauf zu achten, dass dies Zukunftsorientiert sind. Gall: „Das System wird nicht dadurch besser, wenn Autos größer, die Beladung umfangreicher und die Technik nur komplizierter wird.“

Die Nachwuchs- und Mitgliederwerbung wird weiterhin einen hohen Stellenwert einnehmen. Bis Ende des Jahres werden insgesamt 6 Linienbusse im Landkreis mit einer Werbebeklebung unterwegs. Im Stadtkreis fährt ein solcher bereits seit über einem Jahr.

Für seine Arbeit als Webmaster des Kreisfeuerwehrverbandes erhielt Marcel Karger aus den Händen des Verbandsvorsitzenden die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes. Gall betonte dabei das nicht selbstverständliche enorme Engagement von Karger.

In ihrem Jahresrückblick konnte Frauensprecherin Stefanie Göttert von zahlreichen Aktivitäten berichten. Im April fand in Weinsberg zusammen mit der Firma Weber Rescue ein Workshop „Technische Hilfeleistung“ statt. Im Mai ging es zu einem Besuch der Flughafenfeuerwehr in Stuttgart.

Helmut Schön trug den Bericht der Altersabteilungen vor. Der Jahresausflug führte 272 Teilnehmen nach Speyer. Dort standen eine Dombesichtigung und eine Stadtführung an. Die Obleute trafen sich zu ihrer Sitzung auf Einladung von Kommandant Thomas Oeckler im neuen Haus der Feuerwehr Ellbachal.