Freiwillige FeuerwehrNordheim

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Wenn das Bachwasser den Berg hinauf muss

Montag, 06.08.2018von Marcel Karger, Feuerwehr Nordheim

Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Nordheim

Freitag, 3. August 2018, 19:25 - Vollalarm für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Nordheim, Brand einer Maschinenhalle in den Aussiedlerhöfen Denzler. Der Einsatzleiter lässt noch auf der Anfahrt die Nachbarwehren aus Leingarten und Brackenheim hinzualarmieren - das Wasser aus dem Hydrantennetz reicht für den Brand einer Halle in diesem Gebiet nicht aus und es wird dafür mehr Material benötigt als in Nordheim zur Verfügung steht.

Die beiden Nordheimer Löschfahrzeuge machen sich direkt auf den Weg zur Einsatzstelle und übernehmen die Brandbekämpfung. Dort müssen sie sich die ersten knapp 30 Minuten auf ihr mitgeführtes Löschwasser und die im Denzler verfügbaren Wasserentnahmestellen verlassen. So lange dauert ungefähr die Verlegung einer weiteren Wasserversorgung aus dem Ort. Dazu wird vom Gerätewagen Transport eine 800m lange Wasserförderstrecke von der Brackenheimer Straße (Katzenbach) bis in den Denzler aufgebaut. Zusätzlich wird von der Gerätewagenbesatzung die Talstraße wegen der nun quer über die Fahrbahn liegenden Schläuche gesperrt und im Kreuzungsbereich der Schwaigerner Straße eine Überquerungsmöglichkeit für den Verkehr geschaffen. Die Leingartener Einsatzkräfte übernehmen noch während der Schlauchverlegearbeiten am Anfang der Förderstrecke die Wasserentnahme aus dem Katzenbach sowie eine Verstärkerpumpe am Angang des Schluchterner Weg. Von dort aus wird das Wasser den Berg hinauf gefördert und von den Brackenheimer Kräften auf Höhe Schafhohle erneut in Richtung Denzler weitergepumpt. Dort übernimmt das Nordheimer Tanklöschfahrzeug das Bachwasser und verteilt es an der Einsatzstelle.

In der Nachbetrachtung hat sich gezeigt, das der Katzenbach trotz der aktuellen Trockenheit als Löschwasserreserve für Nordheim dienen kann. Die Förderleistung betrug durchgehend um die 1000 Liter pro Minute. Damit sind die Einsatzkräfte nicht ausschließlich auf das Hydrantennetz angewiesen.

Bei einem Ernstfall würden übrigens zusätzlich die Feuerwehren Heilbronn und Neckarsulm mit Wasserbehältern sowie die Feuerwehr Lauffen mit einem Löschzug vor Ort sein. Da der Übungsfokus auf der Wasserförderung lag wurde auf die Einbindung weiterer Kräfte verzichtet.